Die Bilder in den Trompeterbüchern stammen grundsätzlich von ausgebildeten Künstlern. Leider wird die Arbeit von Kinderbuchillustratoren oft nicht besonders gewürdigt. So fehlt z.B. beim Wikipedia-Artikel zu den Trompeterbüchern der Verweis auf die Illustratoren der einzelnen Bücher. Auch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek werden bei den Trompeterbüchern ab etwa 1975 sehr oft keine Illustratoren genannt.
Dabei sind für die jungen Leser die Bilder nicht weniger bedeutend als der Text. Erst beide zusammen ergeben das erste Leseabenteuer und machen auch Freude auf das nächste.
Die Bilder sind fast immer zweifarbig: schwarz und eine weitere Farbe für Einzelheiten, flächigem farbigen Hintergrund oder Rahmen. Eine Ausnahme sind die vollfarbigen Abbildungen in den sieben Doppelbänden, die zwischen 1972 und 1975 erschienen.
Anfang der 1980er werden die Zeichnungen zunehmend grauer, lassen aber in ihrer künstlerischen Qualität nicht nach.
Die Bilder sind sehr detailreich. Sie laden zum genauen Hinschauen ein und fördern die Vorstellungskraft. Sie sind nicht verkitscht oder niedlich, sie nehmen den jungen Leser ernst und sprechen auch Erwachsene an.
Folgende Bildbeispiele:
Trompeterbuch 32: "Im Frühling wie im Sommer" mit Illustrationen von Eva Johanna Rubin, Federzeichnung mit rosafarbenem Hintergrund
Trompeterbuch 45: "Beenschäfer" mit Illustrationen von Werner Schinko, schwarz-weiß und rot
Trompeterbuch 46: "Hugos Wostok" mit Illustrationen von Erika Klein, schwarz-weiß und blau
Trompeterbuch 50: "Kimani" mit Illustrationen von Erika Klein, schwarz-weiß und braun
Trompeterbuch 65: "Die Freundschaftsringe" mit Illustrationen von Maren Palloks, schwarz-weiß Zeichnungen mit grünem Vignette-artigen Hintergrund
Trompeterbuch 75: "Kathrins Donnerstag" mit Bildern von Gertrud Zucker, schwarz-weiß mit roten Details.
Die schwarz-weißen Illustrationen mit einem sparsamen aber wichtigem farbigem Detail sind meiner Meinung nach in diesem Buch besonders gelungen.
Das ausgewählte Bild zeigt z.B. Tante Lotte, wie sie am Militärmantel von Kathrins Retter einen zivilen Knopf annäht, was den sowjetischen Hauptmann sehr verstört.
Trompeterbuch 77 "Die blaue Tasse" mit Bildern von Irmgard Zoll, schwarz-weiß mit rotem Rand
Trompeterbuch 109 "Meta Morfoß" mit Illustrationen von Gisela Neumann, doppelseitiges Bild schwarz-weiß mit orangefarbenen Details
Ab Anfang der 1980er Jahre werden die Bilder grauer oder ganz schwarz-weiß
Im
Trompeterbuch Band 146 "Der vertauschte Vati" (erschienen 1981) mit Illustrationen von Jutta de Mazière fällt das grüne Detail gegenüber der grauen Umgebung wenig auf.
Trompeterbuch 148 "Flucht über die Anden" (erscheinen 1981) mit schwarz-weiß Illustrationen von Marta Hofmann
Trompeterbuch 150 "Heidenröslein" (erschienen 1982 anlässlich des 150. Todestags von Johann Wolfgang von Goethe) mit Illustrationen von Bernhard Nast, in schwarz-weiß ausgeführt, nur 6 ganzseitige Bilder auf 60 Textseiten und viel kleine Vignetten.
Trompeterbuch 166 "Märchen vom Zaren Saltan" (erschienen 1983) mit Illustrationen von Erdmut Oelschlaeger, mehrfarbiges Bild aber mit wenigen Farbtönen (weiß-grau-orange-hellbraun-dunkelbraun-schwarz).
Im Buch gibt es 23 ganzseitige Bilder bei 80 Textseiten.
So auch im
Trompeterbuch 175 "Das Lied vom Ahornbaum" (erschienen 1985) mit den Bildern von Tamara Sälzer:
Im 1986 erschienenen
Trompeterbuch 176 "Der Nix mit dem Kuchen" finden sich mit den Federzeichnungen von Gerhard Goßmann ausschließlich schwarz-weiße Zeichnungen.
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